FH OÖ Linz Triathlon (Sprint 0,75-25-5KM & Halbiron 1,9-90-21,1KM)


Bericht:


Die Eisheiligen sind da...

Wie bereits die letzten 3 Jahre wollten wir den FH OÖ Linz Triathlon zur ersten ernsthaften "Standortbestimmung" verwenden. Bei dieser Veranstaltung merkt man dass sie von Triathleten für Triathleten ist. Preis/Leistung sind hier mehr als in Ordnung und auch die Organisation lässt keine Wünsche offen. (Höchstens ein Kindertriathlon könnte es noch verbessern, aber hierfür ist bei dem "straffen Programm" ohnehin keine Zeit). Obwohl man sagen muss das jedes Jahr die Startgeschenke weniger werden...

In diesem Jahr lief bei uns im Vorfeld einiges nicht wirklich optimal und so waren Petra und ich sicher nicht an unsere "guten" Leistungen aus den Vorjahren anknüpfen zu können.

Auch unser Start stand bis Freitag Vormittag noch in den Sternen, aber wir konnten dann doch und fuhren am Freitag Nachmittag los um die Nudelparty mitnehmen zu können, der Freitag Nachmittag war dann schon alles andere als gemütlich, Dauerregen aber noch warm
Der Wetterbericht verkündete aber für Samstag ab Mittag trocken...

In diesem Jahr wurde der Sprint-Triathlon in 3 Blöcken gestartet, um das Windschattenproblem etwas zu entspannen (klappte aber nicht)
9:30 Männer
9:35 Frauen
9:40 Staffeln

Lufttemperatur waren ca. 9° da war der See mit ca. 16° richtig warm ;-)
und es regnete natürlich ...
Die Schwimmstrecke ist zwar immer im selben See aber Jahr für Jahr geht es weiter in die Mitte, in diesem Jahr waren nur in der Mitte am anderen Ufer 2 Bojen die es zu umschwimmen galt.
18:22 als 358. lief sie über die Zeitmessmatte, sie war zwar schon mal schneller aber wen interessierte das Heute...
mittlerweile wurde es zwar etwas wärmer ca. 12° und es tröpfelte nur noch leicht, Petra aber als überzeugte "Schönwetterradlerin" hatte etwas Angst dass ihr der Reifen wegrutscht...

Als vor ihr eine Fahrerin stürzte,
war ihr Mut für eine schnelle Radzeit nicht wirklich mehr vorhanden...

Trotzdem konnte sie viele Plätze gut machen und kam nach 47:28 (290. Radzeit) mittlerweile auf Platz 315 liegend in die Wechselzone.
23:06 (253. Laufzeit) lief sie dann über die 5KM auf der Wendestrecke auf dem Donaudamm und konnte hier auch weitere Plätze gut machen...
Sie kam erleichtert und stolz (wie alle Finisher an dem Tag) als 311. Gesamt (W 36. AK 12.) nach 1:33:00 ins Ziel, wobei die Zeiten an dem Tag die wenigsten interessierten...
Jetzt hatte ich noch ca. 50 Minuten bis zu meinem Start und
siehe da, es regnete nicht mehr!!!

Wie immer war ich vor dem Schwimmen etwas "nervös" bzw. hatte ich Todesangst vor dem ersaufen das mir evtl. bevorstand ;-)
Ich startete weit links und schlauerweise ganz vorne, wo ich als besch... Schwimmer sicher nicht hingehöre.

Aber ich hab meine Lektion gelernt :-)

Sagen wir es mal so, ich kann mich nicht erinnern schon mal so verprügelt worden zu sein.

Da war ich sehr erleichtert nach ca. 1KM wieder festen Boden unter den Füßen zu haben, leider war es nur ein kurzer Landgang und das "Gemetzel" ging weiter.
Mit großem Glück überlebte ich auch dieses Jahr ;-)

Aber 36:22 kann man auch fast nicht als "Schwimmen" bezeichnen,
eher Überwasser halten.

Wie auch immer ich lief als 189. in die Wechselzone
und was kann ich noch schlechter als Schwimmen?

Richtig wechseln!

Während viele nach 1:30-2:00 auf dem Rad saßen, vergingen bei mir viele Minuten!

Details meines Granaten-Wechsels:
- Neo nicht ausbekommen (passt auch irgendwie nicht mehr)
- es schüttete mittlerweile und ich trocknete mich ab!!!
- wollte mit meinen Socken nicht in den Matsch treten (sonst werden sie nass)
- in das nasse enge "Jäckchen" nicht reingekommen
- ...

Einfach "dümmlich" ich weiß...
Nach stolzen 4:52!!! ging es dann für das "Michelin-Männchen"
auf´s Rad und nach 1KM war ich bis auf die Knochen durchnässt.
Gut das ich mich abgetrocknet habe...

Es gab in diesem Jahr eine neue Radstrecke in der die Höhenmeter mit 1170HM im Vergleich zum Vorjahr fast verdoppelt wurden,
so rechnete ich natürlich schon im Vorfeld mit einer schlechteren Radzeit. Der Regen tat dann ebenfalls seinen Teil dazu, denn auf den teils kurvigen Abfahren konnte man (ich) es nicht laufen lassen.

Nach ca. 5KM war ich derart durchnässt und durchgefroren dass ich froh war wenigstens ein wenig mehr anzuhaben, wobei die Discounter Ware weder wasser-, winddicht noch atmungsaktiv war (oder ich hatte sie falsch rum an ;-)
Bei KM 30 war ich dann schon fast soweit aufzugeben, ich konnte mich nicht mehr erwärmen und es hatte immer noch 12° und Dauerregen...

So beschloss ich einfach noch mehr zu "drücken" vielleicht wird es dann wärmer...

Bei KM 60 hörte es dann auf zu regnen und das Thermometer stieg auf 13°, dafür wurde aber der Wind stärker...

Es waren viele zum Teil große Schlaglöcher die mir meinen Tacho und mein "Getränkeschwämmchen" vom Rad gehauen haben...

Das einzig schöne war dass ich nur am überholen war, ich konnte vom 197. auf den 61. Gesamtplatz vorfahren.

Nun genug gejammert... die Zeit 2:37:09 war OK vor allem als ich sah dass es die 34. Radzeit war (letztes Jahr obwohl 7 Minuten schneller noch die 105.)

Dummerweise spürte ich meine Finger nicht mehr und konnte die kleinen Reißverschlüsse an der Jacke nicht mehr öffnen,
ich befürchtete wieder einen laaaaaangen Wechsel.
Genauso kam es dann wieder.
Petra verzweifelte (und amüsierte sich) beim zuschauen,
- ich bekam die Jacke einfach nicht aus
(hab sie dann "ungewollt" aufgerissen) 
- die Füßchen abgetrocknet und frische Socken an
- Kleidung schön in den Plastikbeutel damit sie nicht nass wird

(hatte ja Zeit...)

aber die 5 Std. sollten mit einem 1:35er Halbmarathon schon fast sicher klappen

Jeder Triathlet kennt bei kühlem Wetter das Problem dass es sich anfühlt als ob man die Pedalplatten noch an den Füßen hat,
ich hatte das Gefühl keine Füße mehr zu haben und nur noch auf  Schienbeinknochen zu laufen...

Nach ca. 10KM kamen dann die Pedalplatten ...
Ich konnte zu meiner Überraschung einen KM Schnitt von 4:03-4:07 laufen und das trotz der Anstiege bei den Brücken, die richtig weh taten...

die 5 Std. Marke war schon so gut wie sicher und jetzt wollte ich eine 4:49 schaffen

Man muss sagen die Laufstrecke ist trotz der Höhenmeter sehr schön und abwechslungsreich.

Es geht über 2 Runden auf dem Donaudamm über eine (hohe) Brücke in die Linzer Innenstadt (Brucknerhaus) dort die Wende und wieder zurück.

Ich war mittlerweile auf 4:47 Kurs, konnte mich aber erinnern dass der letzte KM im Vorjahr "sehr lange" war...

Auch in diesem Jahr war es so, der 21KM war ca. 500m vor dem Ziel gut dass ich bis zum Schluss gas gegeben habe.

So war es "nur" ein 1:28:35 Halbmarathon aber immerhin die 20. Laufzeit.
4:49:20 - Gesamtplatz 35. - AK 21
und schnellste Frau ;-)

obwohl ich letztes Jahr 9 Minuten schneller war,
kam ich heuer 30 Plätze eher ins Ziel

Ich war sehr zufrieden (was ich selten bin) und glücklich endlich im Ziel zu sein, so wie alle Finisher!
Denn die Aussteigerquote war sehr hoch!

Der Veranstalter schrieb auf seiner Internetseite "Jeder der bei diesen Bedingungen gefinisht hat ist ein harter Hund"
Die "traditionelle Dusche" nach dem Rennen,
war dann ebenfalls kein großer Genuss...

Der Regen blieb auch danach und so beschlossen wir keine Nacht mehr am Pleschingersee dranzuhängen, sondern Morgen in Waging beim Triathlon zuschauen.

Bericht von 2012
Bericht von 2011
Bericht von 2010

 

Strecke:
1 bzw. 2 Runde(n) im Pleschingersee bei Linz
1x 25KM Sprint - 2x 45KM Halbiron mit insg. 1170 HM
1x 5KM Wendestrecke - 2x 10,55KM Wendestrecke auf Donaudamm
 
Startgebühr:
ab 25€ Sprint - 75€ Halbiron
 
Fazit:
Super, aber die Startgeschenke (Halbiron Radschlauch, Sprint nur Werbung) waren schon mal besser ...
 
Note:
2
 
Offizielle Seite:
http://www.linztriathlon.at

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