Challenge Roth 14.07.2013 (3,8KM-180KM-42,195KM)


Bericht:


"Hattrick"

Im Vorfeld auf die diesjährige Challenge Roth war ich zeitlich "sehr begrenzt" (Hauskauf, Unfall, ...)
Von daher wollte ich mit "minimalen" Trainingsaufwand ein Maximum erreichen.

Ob die Rechnung aufgeht mit nur ca. 60% der KM und Zeit der letzten Jahre sollte sich zeigen.
Klar erwartete ich keine 9:3x wie 2012 erträumt. Ein Sub10 finish wäre schon eine absolute Überraschung, trotzdem saß diese natürlich ganz groß im Hinterkopf...

Wir sind wie jedes Jahr am Freitag nach der Schule angereist um die Messe, Pastaparty, ... mitnehmen zu können.

Die Pastaparty war in diesem Jahr eine absolute Enttäuschung.
Wir warteten über 1 Std. in der prallen Sonne bis wir endlich im Zelt waren!
Das Zelt wurde mit ca. 45 Minuten Verspätung geöffnet! Das darf nicht passieren
Damit war aber das Anstehen noch lange nicht vorbei, Christian und ich warteten gut eine halbe Stunde auf ein "Händchen" Kaiserscharrn. An das Salatbuffet stellten wir uns gar nicht erst an, hier hätte man vermutlich noch länger warten müssen. Somit gab es dann angebrannte Nudeln mit "wässriger Bolognese Suppe". OK einen geschenkten Gaul... aber Petra hat dafür 15€ bezahlt...

Obwohl wir (Lang´s und Hammerl´s) in bester Gesellschaft saßen (neben uns am Tisch Konstantin Bachor, Tisch daneben die Leder´s, ...) fühlte man sich in dem überfüllten und heißem Zelt alles andere als wohl, daher blieben wir auch nicht wirklich lange...
Wir hatten den Eindruck dass in diesem Jahr allgemein (noch) viel mehr los war als die Jahre davor, nicht nur bei der Pastaparty sondern allgemein, überfüllte Straßen, Parkplätze, ...
Hier ist wirklich das maximale Teilnehmerfeld erreicht und wird hoffentlich nicht nochmal erhöht.

Danach ging es zum Rother Schwimmbad an dem Samstag die Junior Challenge stattfindet. Dazu auf der Seite mehr...

Nach der Junior Challenge mussten wir nun schnell nach Hilpoltstein zum Schwimmstart bzw. zur Wechselzone 1 wo ich bis 18 Uhr mein Rad einchecken musste.

Auch hier war wieder viel Geduld angesagt, wir brauchten für die ca. 10KM über 1 Std.

Aber ich schaffte es noch rechtzeitig und nun konnte hoffentlich endlich etwas Ruhe einkehren.

Im letzten Jahr der einzige MTB Helm im Block, heuer zwar am Helm aufgerüstet, dafür nur mit Rennrad.
Da mein Tri-Rad ja leider durch meinen Unfall das zeitliche gesegnet hat...
Somit war mein "Rennrad" wieder etwas exotisch unter den ganzen Tri-Bikes.
Aber ob die wirklich so viel schneller rollen, dazu später mehr...
Der zukünftige Challenge Sieger 2013
Dirk Bokel


Danach ging es zum letzten Carboloading in Form von Nudeln und 0,75l Bier (ich weiß ist bisschen "exotisch" aber ich schlafe danach wie ein Baby)

Also schnell ins Bett und ganze 6,5h perfekter Schlaf

Die Ruhe vor dem Sturm (die Schwimmstrecke um ca. 6 Uhr)
Obwohl ich bereits um 3:55 Uhr aufgestanden bin (mein Start ist um 6:40) wird die Zeit doch immer knapp...
4:00 Uhr - Frühstück reinzwängen (und sich schwören nie mehr so einen Sch... zu machen ...)
4:10 Uhr - 1. Morgentoilette (und sich schwören nie mehr so einen Sch... zu machen ...)
4:20 Uhr - abkleben / anziehen (Vorfreude)
4:30 Uhr - Frühstück die Zweite (und sich schwören nie mehr so einen Sch... zu machen ...)
4:40 Uhr - Morgentoilette die Zweite
4:50 Uhr - Beutel packen und zum Rad
5:30 Uhr - Rad fertig machen (Vorfreude)
5:45 Uhr - 3. Morgentoilette
6:00 Uhr - Fotos, Neo an, kurzer Ratsch (und sich schwören nie mehr so einen Sch... zu machen ...)
6:25 Uhr - schnell in die Wechselzone
6:28 Uhr - gerade noch im Startblock (10 min. vorher muss man drinnen sein)
6:33 Uhr - ins Wasser - Einschwimmen  (und sich schwören nie mehr so einen Sch... zu machen ...)

(sich schwören nie mehr so einen Sch... zu machen ...)

 
Vorfreude :-)
sind übrigens nicht meine Schuhe (leider)
 
6:40 Uhr - Start
Ab jetzt eigentlich recht einfach,
gerade den Kanal runter umdrehen wieder hoch und raus.

Aber irgendwie hatte ich an dem Tag einen "links Tick"
bin ständig nach links weggeschwommen.
2x sogar gegen ein Boot in der Mitte.

Glaube das schafft ausser mir auch keiner.
Da ich den gesamten Winter verdammt "faul" war, was das Schwimmen betrifft, hätte ich eigentlich nicht über meine knapp 1:15 verwundert sein müssen.

Aber mich ärgerte es ehrlich gesagt schon sehr.
Nun konnte ich aber auf dem Rad bisschen Dampf ablassen.
Bis Greding rollte es "wie Sau" natürlich begünstigt von etwas Wind :-)
Nach 40KM wurde mein Tri Aufsatz locker und das innerhalb von 20KM so extrem dass ich ihn regelrecht festhalten musste damit er nicht abfällt.

Das meckerte ich gerade hier kurz vor dem Solarer Berg Petra und den Jungs zu.
Petra rannte darauf hin zurück zum Auto und besorgte mir mein Multitool gab es mir dann ca. 20 Minuten später bei unserem nächsten "Treffen" und so konnte ich die lockeren Schrauben anziehen und alles war wieder bombenfest.
Ich war trotz den ungünstigen (Nord-West) Windes schnell unterwegs und konnte vor allem auf den Geraden und leichten bergab Passagen viele Highend-Maschinen überholen.
5:08:03 benötigte ich für die 180KM (35,1 km/h)
und war damit sogar schneller als letztes Jahr mit meinem Tri-Bike mit Hochprofilfelgen.
Da ich aber das Laufen in letzter Zeit auch sehr "vernachlässigt" habe, war mir nicht ganz wohl bei dem Gedanken nun einen Marathon laufen zu müssen. Ich wollte aber auf jeden Fall bis zur Halbmarathonmarke unter 5:00 Min/KM laufen um ein kleines Polster auf die SUB 10 herauszuholen.
Bis zur Lände ging es noch rel. leicht und vor allem schattig dahin
Dann wurde es verdammt warm, normalerweise macht mir Hitze rel. wenig aus aber hier stand die Luft doch ziemlich an...
Das schöne in Roth ist durch die beiden Wenden konnte ich wie jedes Jahr das Frauenrennen mitverfolgen.
 
Es lief (wenn auch verdammt hart) absolut nach Plan,
bis ca. KM 25 konnte ich KM Zeiten rel. konstant zw. 4:48-4:53 laufen

Danach wurde es aber immer schwerer und so stand dann fast bei jedem KM eine 5 vorne
Aber das Polster muss reichen, wenn ich einen 5er Schnitt weiterlaufe komme ich nach 9:53 ins Ziel...
 
Bei KM 35 wartete Petra und ein passendes Schild von Andreas auf mich ...
 
der rel. konstante 5:00er Schnitt brachte mir dann einen 3:25:44 Marathon und damit eine Gesamtzeit von 9:53:09.
Es war zwar mein bisher langsamster Auftritt in Roth aber ich war trotzdem überglücklich und hätte mir einer im Vorfeld gesagt ich schaffe das "Tripple" also 3x Sub 10 ich hätte es nicht wirklich geglaubt.
trotz den "mäßigen" Trainings offenbar (fast) alles richtig gemacht...
Jetzt sollte ich vielleicht nur noch Schwimmen lernen ;-)

Aber solang es so läuft, warum etwas ändern!
Dann bei der Radabholung und im Bus zurück zum Schwimmstart wieder warten, warten, warten...

Bitte keine zusätzlichen Teilnehmer mehr, das Teilnehmerlimit ist meiner Meinung nach schon überschritten.
Juhu :-)

Besonders hervorzuheben sind wie jedes Jahr die hervorragenden Helfer!
Die überall gelobt werden und es stimmt alle sind voll bei der Sache und "der ganze Landkreis spinnt"
(Ist nett gemeint)

Alle Fotos unter
https://www.facebook.com/media/set/?set=a.438120672891061.1073741830.436596806376781&type=1
 

der Bericht von 2011
und von 2012

Für 2014 bin ich übrigens schon wieder angemeldet
Vorfreude & sich schwören nie mehr so einen Sch... zu machen ;-)
 

 
Strecke:
Schwimmen: 3,8KM im Main-Donau-Kanal
Rad: 180KM - 1400HM - 2 Runden
Laufen: 42,195 KM größtenteils am Main-Donau-Kanal mit 5 Stimmungsnestern und unglaublichen Zieleinlauf
 
Startgebühr:
350€ nicht billig aber im Vergleich zu einem Ironman fair.
 
Note:
2
 
Offizielle Seite:
www.challenge-roth.de
 

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